Hoxhallari, Voss retten TV durch Verlängerung

(02.02.13) Nach einer achtwöchigen Winterpause präsentierten sich die Bezirksliga-Basketballer des TV Wetzlar am Samstag gegen den VfB Gießen 4 ein wenig eingerostet. In einem wahren Krimi behaupteten sich die Domstädter hauchdünn mit 67:63 (36:32, 56:56) erst in der Verlängerung vor eigenem Publikum.

Bereits im ersten Viertel ließ Sadion Hoxhallari anklingen, dass dieser sein Abend werden würde. Gegen die 2-3-Zonenverteidigung der Gäste markierte der Wetzlarer Aufbauspieler zwölf der insgesamt 21 erzeilten Punkte; setzte vor allem durch Distanzschüsse Akzente. Die Wetzlarer schienen trotz der monatelangen Saisonunterbrechung gut in die Partie zu finden und hielten den VfB trotz eines stark aufspielenden Hans-Henning Brach bei 15 Zählern. Vereinzelte Schwächen machten sich erst bemerkbar, nachdem der TV in der 16. Minute seine größte Führung von 12 Punkten erreicht hatte. Gegen die große Aufstellung der Gießener gerieten die Gastgeber an beiden Enden des Feldes zusehends in Schwierigkeiten bei der Arbeit am Brett. Zur Halbzeit war der Vorsprung der Hausherren auf 36:32 zusammengeschmolzen. Dass TV-Coach Sherman Lockhart seine Mannschaft aufgrund eines anderen Spieles kurz nach der Halbzeit verlassen musste, traf seine Schützlinge zunächst hart. Bis zur 28. Minute lief bei den Wetzlarern offensiv gar nichts zusammen, während sich die Gießener mit einem 15:4-Lauf auf ein 47:40 absetzen konnten. Wachgerüttelt von dem plötzlichen Rückstand besannen sich die Domstädter auf ihre eigentliche Stärke, die Defensive und verteidigten über die letzten zwei Minuten des Viertels foulfrei und ohne einen gegnerischen Korb zuzulassen. Ganz nach Lockharts Philosophie „Gute Offense fängt unter dem eigenen Korb an“ startete der TV nun einen 5:0-Lauf und verkürzte zum Viertelende auf 45:47 (30.). Das letzte klar defensiv bestimmte Viertel begannen die Wetzlarer, noch von vorherigen Leistungen befeuert, mit einem 3:0-Lauf, nach dem ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen entbrannte. Zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit übernahm Hoxhallari erneut das Ruder für seine Mannschaft. Nach einem schwierigen Treffer von Brach netzte der Wetzlarer zum 54:54 ein und glich im Anschluss an zwei Freiwürfe der Gäste zum 56:56 aus. Die letzten Angriffe beider Teams blieben jeweils erfolglos, und nach Ablauf der regulären Spielzeit verlangte das Regelwerk nach Verlängerung. Fünf Minuten extra-Basketball forderten einen weiteren Helden, und diesen sollten die Gastgeber in Florian Voss finden, der mental eiskalt blieb,  offensiv aber Feuer fing und das Spiel gemeinsam mit Hoxhallari nach Hause holte. Acht der letzten elf Punkte gingen auf Voss Konto; die übrigen streute der Aufbauspieler per „Dreier“ ein. Mit der explosionsartigen Leistungssteigerung der Wetzlarer überfordert, konnte der VfB nach dem 67:60 in der 43. Minute nur noch auf 67:63 verkürzen, das Spiel jedoch nicht mehr drehen.

Wetzlar: Damm (2), Henkel (4), Hoxhallari (21/4), Karcher (8), Kirch (13), Leitz (3/1), Lockhart(3), Schikora, Schmelzl, Spory (2), Voss (11/1)

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