Höhenflug gestoppt

(27.10.12) Die Welle des Erfolges, auf der Basketball-Bezirksligist TV Wetzlar zuletzt geritten war, ist abgeebbt. Beim Tabellenzweiten BC Marburg mussten die bis dato seit drei Partien ungeschlagenen Drittplatzierten eine 75:50 (42:25)-Niederlage einstecken.

Dass die Domstädter mit Sören Henkel und Florian Voss auf ihre beiden besten Punktesammler verzichten mussten, ließen sie sich im ersten Viertel nicht anmerken. In einer laufintensiven Begegnung hielt der TV die Gastgeber mit seiner Zonenverteidigung bei lediglich 14 Zählern und konnte am Offensiven Ende über die Centerspieler Akzente setzen. Nach zehn Minuten führten die Gäste sogar noch mit 14:16. Gegen die Marburger Defensive, die sich nun nach jedem erfolgreichen Abschluss als Ganzfeld-Presse formierte, fanden die Gäste jedoch kein adäquates Mittel mehr. Der BC erzwang unzählige Ballverluste der Wetzlarer, die dadurch weder offensiv noch defensiv ihr eigenes Spiel aufziehen konnten. Erst in der 19. Minute wachte der TV auf, kämpfte und erzielte die letzten fünf Punkte vor dem Ertönen der Sirene zur Halbzeit. Dennoch dominant entschieden die Hausherren das Viertel mit 28:9 für sich und gingen mit einem klaren 42:25-Vorsprung in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel fanden die Domstädter besser in die Partie und lieferten ein passables drittes Viertel ab. Obwohl die Marburger noch immer viel Druck auf den Ballvortrag ausübten, steigerte sich der TV von der 24. bis zur 28. Minute zu einem 13:0-Lauf und kam auf ein Elf-Punkte-Defizit zurück (51:40, 28.). Erneut konnte der Gastgeber jedoch mit seiner Ganzfeld-Presse Boden gutmachen und sich zum Viertelende wieder auf ein 59:40 absetzen. Zudem ließen sich die Gäste zu sehr von eindeutigen Fehlentscheidungen der Unparteiischen beeindrucken. Bis zur 38. Minute hielten die Domstädter den Abstand zum Zweitplatzierten zumindest trotz allem konstant, ließen diesen schlussendlich jedoch sichtlich resigniert die Möglichkeiten, den Vorsprung zum 75:50-Endstand noch weiter auszubauen. „Das zweite Viertel war heute das spielentscheidende“, kommentierte TV-Coach Sherman Lockhart nach Ablauf der Spielzeit, „wir dürfen uns von einer lasch gespielten Pressverteidigung nicht so sehr aus dem Konzept bringen lassen“.

Wetzlar: Damm (5/1), Hestermann (1), Hoxhallari (7/1), Karcher (8), Kirch (11), Lockhart (6), Quapil (2), Schikora (2), Schiljahin (8/1), Schmelzl, Spory, Weber

Von Lukas Spory

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