Sherman Lockhart kehrt zurück

Gut eine Woche vor Saisonbeginn meldet die erste Basketball-Herrenmannschaft des TV Wetzlar überraschend gute Neuigkeiten: Nach einer einjährigen Dürreperiode ohne Trainer hat sich endlich ein neuer Übungsleiter gefunden.

Sportlich war die Saison 2011/12 für die Bezirksligisten äußerst unglücklich verlaufen. Ohne Vorbereitung und festen Trainer konnten die Domstädter einen Abstieg nicht verhindern. Nur durch einen Mangel an potenziellen Aufsteigern blieb der Startplatz für die Liga dennoch erhalten. Doch nun soll alles besser werden: Am Donnerstag übernahm Sherman Lockhart zum ersten Mal die Übungsleitung bei den Basketballern. Nun ruhen große Hoffnungen auf dem ehemaligen Zweitligaspieler. Im Gespräch mit Lukas Spory stand er Rede und Antwort.

LS: Herr Lockhart, was waren im Laufe der letzten Jahre die Stationen ihrer Laufbahn im Basketball?

Lockhart: Als Trainer bin ich nun seit vier Jahren beim MTV 1846 Gießen für die u18-Oberligamannschaft zuständig, mit der wir mehrere Male die Hessenmeisterschaft gewonnen haben. Und als Spieler bin ich zuletzt für die Gießen Pointers in der zweiten Liga aufgelaufen.

LS: Sie standen schon vor vier Jahren für eine Wetzlarer Mannschaft an der Seitenlinie. Damals war das die u14, die sie erfolgreich durch die Oberliga führten. Wie fühlt es sich an, wieder in der Domstadt zu sein?

Lockhart: Es ist schön, in das eine oder andere bekannte Gesicht zu blicken, und zu sehen, wie sich die Leute weiterentwickelt haben.

LS: Was waren ihre Beweggründe, zurückzukehren?

Lockhart: Ich habe selbst als Kind hier in Wetzlar gespielt, und nicht vergessen, wo ich herkomme. Jetzt möchte ich gerne etwas von dem, was ich im Laufe der letzten Jahre gelernt habe, zurückgeben.

LS: Die verbleibende Vorbereitungszeit ist extrem kurz. Was können sie aus der Mannschaft noch herausholen?

Lockhart: „Extrem kurz“ ist gut (lacht). Wir haben noch zwei Trainingseinheiten vor dem ersten Ligaspiel, das wird mehr als nur knapp. Deswegen müssen wir vieles während dem Spielbetrieb erarbeiten. Aber das Team ist jung, und konditionell sehen die Jungs gut aus.

LS: Worauf legen sie dann im Training die Schwerpunkte?

Lockhart: Ich möchte vor allem eine festere Struktur an beiden Enden des Feldes aufbauen, ohne dem Spiel jegliche Freiräume zu nehmen. Wir werden hart in der Defensive arbeiten, aber bei alldem soll auch der Spaß erhalten bleiben.

LS: Sie trainieren nun zum ersten Mal eine Herrenmannschaft, sind bislang Jugendteams gewohnt. Gibt es da einen Unterschied?

Lockhart: Nein, eigentlich ist die Arbeit die Gleiche. Jetzt muss ich nur ein wenig Rücksicht darauf nehmen, dass der eine oder andere eventuell nicht mehr so agil ist wie ein achtzehnjähriger (lacht).

LS: Herr Lockhart, vielen Dank für das Gespräch.

Lockhart: Sehr gerne.

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